Russlands Krieg in der Ukraine: Was sind die Implikationen für die Westbalkan-Staaten?

(Pressetext der Südosteuropa-Gesellschaft e.V.)

Am 23.03.2022, 17:00 Uhr

Ort: Online via Zoom

Panelists

  • Majda Ruge, Senior Policy Fellow, European Council on Foreign Relations, Berlin
  • Una Hajdari, Freie Journalistin, Pristina
  • Mario Holzner, Executive Director, Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche, Wien 

Moderation

  • Florian Bieber,  Professor für Politik und Geschichte Südosteuropas, Leiter des Zentrums für Südosteuropastudien, Karl-Franzens-Universität Graz


Thema
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die europäische Sicherheitsarchitektur der Nachkriegszeit ins Wanken gebracht. Abgesehen von den Kriegsparteien Russland und Ukraine scheint der gesamte Kontinent in den Konflikt verwickelt zu sein, sei es durch Sanktionen, Waffenlieferungen an die Ukraine oder durch die Aufnahme von Millionen von Menschen, die aus dem Kriegsgebiet fliehen.

Der westliche Balkan ist die Region in Europa, in der es noch in der jüngeren Vergangenheit zu gewaltsamen Konflikten kam. In den letzten Jahren geriet die Region zudem in den Fokus externer Akteure wie Russland und China, die ihren Einfluss im „Innenhof“ der EU ausbauen wollen. Die Situation in der Region ist auch heute noch durch ungelöste Konflikte zwischen den Ländern, nationalistische und autoritäre Politik sowie den ins Stocken geratenen EU-Beitrittsprozess gekennzeichnet. Welche Auswirkungen wird der Krieg in der Ukraine auf den westlichen Balkan haben?

Die Diskussion wird sich auf drei Hauptthemen konzentrieren: Erstens, die Auswirkungen des russischen Krieges auf die Sicherheit und Stabilität in der Region. Dazu gehören sowohl die Perspektiven der bereits bestehenden Konflikte (insbesondere in Bosnien und Herzegowina und im Kosovo), als auch das Potenzial für das Entstehen neuer Konflikte. Zweitens, die Auswirkungen des russischen Krieges auf die Beziehungen der Westbalkan-Länder zu Moskau, die wirtschaftlichen Folgen der Sanktionen für die Region und die bereits zuvor drängende Frage der Energiepreise. Drittens geht es um die Auswirkungen auf die EU-Politik in der Region, insbesondere den Erweiterungsprozess und die Frage, ob die erneute Aufmerksamkeit Europas für die Region auch zu einem Integrationsschub führen könnte.

Das Panel versammelt ExpertInnen aus der Region und der EU, um aktuelle Wahrnehmungen, Entwicklungen und mögliche Zukunftsszenarien zu diskutieren.

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