Internationale Einwirkungen auf die Donau im 19. Jahrhundert: Eine Technikgeschichte

Dienstag, 03. Mai 2022, 16:00 Uhr, Bukowina-Institut

Prof. Dr. Luminiţa Gătejel

Dieser Vortrag bietet einen Überblick über die konfl iktreiche Geschichte der Unteren Donau-Region, die sowohl von regionalen Kriegen erschüttert wurde als auch der Intervention der europäischen Großmächte ausgesetzt war. Im Nachgang der Truppen kam eine internationale Kohorte von Ingenieuren an die Donauufer, um den Flusslauf zu »verbessern«, damit dieser den unterschiedlichen geopolitischen und wirtschaftlichen Projekten besser entspricht. Speziell die Europäische Donaukommission, die im Donaudelta 1856 gegründet wurde, bot einen besonderen institutionellen Rahmen, technisches Wissen auszutauschen und anzuwenden, um langfristig eine Pazifizierung des unteren Flusslaufes durch Wirtschaftskooperation zu ermöglichen.

Prof. Dr. Luminiţa Gătejel leitet kommissarisch das Bukowina-Institut und vertritt zugleich die Professur »Verflechtungsgeschichte Deutschlands mit dem östlichen Europa« an der Universität Augsburg. Gleichzeitig leitet sie das von der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Verbundprojekt »Contested Waterway. Governance and Ecology on the Lower Danube, 1800–2018«. Ihre Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Geschichte der Unteren Donau, auf Konsum- und Alltag im Staatssozialismus und auf den humanitären Austausch im Kalten Krieg

Europawoche vom 30. April bis 9. Mai 2022, Bukowina-Institut

Anlässlich der »Schuhmann-Erklärung«, die am 09. Mai 1950 den Grundstein für die heutige Europäische Union legte, wird vielerorts rund um diesen Tag eine »Europawoche« veranstaltet. Das Bukowina-Institut beteiligt sich mit unterschiedlichen Angeboten daran, war die historische Bukowina über viele Jahrzehnte hinweg von Multikulturalität und Vielfalt geprägt.

Veranstaltungen des Bukowina-Instituts Augsburg