Literatur im Baltikum:Die Bienen. Lesung und Gespräch mit dem estnischen Schriftsteller Meelis Friedenthal

04.11.2020, 18:30 Uhr

Im Warburg-Haus
Heilwigstraße 11620249 Hamburg


Der Roman Die Bienen spielt am Ende des 17. Jahrhunderts. Nachdem Laurentius die Universität Leiden mit dem Bakkalaureusgrad abgeschlossen hat, erhält er ein Stipendium, um seine Studien an der Universität von Dorpat/Tartu fortzusetzen. Doch die unter schweren Missernten leidende schwedische Provinz Livland ist nicht gerade der freundlichste Ort, und innerhalb wie außerhalb der Universität beginnen sich Ereignisse zu entfalten, die bisweilen ziemlich furchterregend sind.

Anhand von Betrachtungen und Gesprächen des melancholischen Protagonisten beschreibt Friedenthal die damaligen Verhältnisse Livlands – Missernten, Hunger, Hexenprozesse –, aber auch zeitgenössische wissenschaftliche Theorien wie etwa die Humoralpathologie, optische Theorien, Robert Boyles’ Korpuskulartheorie etc. Im Anschluss an seine Lesung wird  er besonders den intellektuellen Transfer zwischen den Zentren (darunter auch Deutschland) und der Peripherie (Estland) in der Frühen Neuzeit und heute diskutieren.

Anmeldung: P.Gelsheimer@IKGN.de

Dr. theol. Meelis Friedenthal (* 1973in Viljandi, Estland) ist Theologe, Historiker und Schriftsteller. Er ist Autor mehrerer Romane und zahlreicher Kurzgeschichten. Für seinen Roman Mesilased (Die Bienen) erhielt er 2013 den Litera-turpreis der Europäischen Union. Der Roman wurde in zahlreiche Sprache übersetzt (leider noch nicht ins Deutsche).

Moderator PD Dr.David Feest ist Historiker und beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte der Baltischen Provinzen/Republiken. Er arbeitet am Nordost-Institut (IKGN e. V.) in Lüneburg.

Kooperationspartner: Nordost-Institut (IKGN e.V.), Lüneburg,
Institut für Slawistik der Universität Hamburg,
Landeszentrale für politische Bildung der Freien und Hansestadt Hamburg

Veranstaltungsflyer

Veranstaltungsreihe auf der Website des BKGE