Geschichte und Bedeutung des Judentums in Breslau

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Quelle: https://www.martin-opitz-bibliothek.de/de/news-events/aktuelle/donnerstag-15092022-vortrag-arno-herzig-geschichte-und-bedeutung-des-judentums-breslau

(Pressetext der MOB)

Vortrag: In diesem Vortrag wird Prof. Dr. Herzig die Geschichte der Juden in Breslau von ihren Anfängen um 1150 bis in die Zeit nach 1945 nachzeichnen.

Obgleich die Juden, die seit 1150 in Breslau lebten, mit ihrem Kapital zum Aufbau des Landes beitrugen, gab es immer wieder Pogrome sowie Ausweisungen aus der Stadt, in Folge derer Judensiedlungen in den Vororten Breslaus entstanden. Nach der eingeschränkten Judenemanzipation von 1812 konnten sie sich in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht in der Stadt entfalten und trugen erheblich zur Entwicklung der Zivilgesellschaft und Kultur bei. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten führte zur Verdrängung, Verfolgung, und schließlich zur Vernichtung in den KZ. Nach 1945 bildete sich in Breslau eine polnisch-jüdische Gemeinde, die in die Stadtgemeinde integriert ist.

Referent: Prof. Dr. Arno Herzig wurde am 19.06.1937 zu Albendorf / Wambierzyce im Kreis Glatz / Powiat Klodzki geboren. Er studierte Geschichte, Germanistik, Geographie und Volkskunde an den Universitäten Würzburg, Wien, Münster und Bochum, wurde 1965 in Würzburg promoviert und habilitierte 1973 in Dortmund. 1979 wurde er an die Universität Hamburg berufen und 2002 emeritiert. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Frühen Neuzeit und hier vor allem auf der Geschichte der Juden in Deutschland, dem Protestverhalten von Unterschichten und der Konfessionalisierung. Herzig ist Mitglied der Historischen Kommission für Schlesien und erhielt 2010 den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen.

Vortragsort: Vortragsraum der MOB (1. OG.)

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