Buchpräsentation: Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer

Mittwoch, 05. Mai 2021, 19:00 Uhr, Bukowina-Institut

Dr. Josef Sallanz; in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa

Die historische Region Dobrudscha gliedert sich aufgrund der Grenzziehung von 1940 in die Norddobrudscha in Rumänien und die Süddobrudscha in Bulgarien. Seit der Antike zogen Menschen durch die Steppen am Schwarzen Meer Richtung Süden und hinterließen ein Gemisch an Sprachen, Konfessionen und Alltagskultur. Ab dem 7. Jh. v. Chr. gründeten griechische Seefahrer an der Küste Handelskolonien wie Tomis, das heutige Konstanza/Constanţa – Verbannungsort des Dichters Ovid, als die Dobrudscha unter römischer Herrschaft eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte erlebte. Nach 500 Jahren unter osmanischer Herrschaft siedelten sich Mitte des 19. Jhs. erste deutschsprachige Siedler*innen aus Bessarabien, dem Gouvernement Cherson, Polen, Wolhynien, Galizien und dem Kaukasus an – Gründe waren Landknappheit, der Verlust von Privilegien, eine verstärkte Russifizierungspolitik.

Der Politikwissenschaftler und Humangeograf Dr. Josef Sallanz zeigt in seiner reich bebilderten Darstellung, welche Kulturtraditionen die Landschaft teils bis heute prägen.

Der Eintritt ist frei!

Website des Bukowina-Instituts Augsburg