Auf einer Brücke leben. Lesung und Gespräch mit Tanja Maljartschuk und Katharina Raabe

18.11.2020, 19:00 Uhr

Tanja Maljartschuk interessiert sich für das Vergessene, das nicht Ausgesprochene in der Geschichte des 20. Jahrhunderts an den Rändern Europas, für die Traumata, die über Generationen weiter vererbt werden. „Das Schweigen der Vergangenheit bringt einen heute zum Schreien – und zum Schreiben“. In ihren Büchern findet sie eine Sprache für die verdrängten Erinnerungen und schafft damit auch eine Verbindung, eine Brücke, zum Heute. Ihre Gesprächspartnerin ist die Lektorin Katharina Raabe, die zahlreiche Publikationen zu Literatur und Zeitgeschehenin Osteuropa initiierte.

Anmeldung: www.kulturforumberlin.at

Tanja Maljartschuk (* 1983 in  Iwano-Frankiwsk/Ukraine) studierte Ukrainische Philologie an der Prykarpattia National Universität, arbeitete einige Jahre als Fernsehjournalistin in Kiew. Seit 2011 lebt sie in Österreich. Ihre letzte Veröffentlichung in deutscher Sprache ist der Roman Blauwal der Erinnerung (2019). Sie ist Ingeborg Bachmann-Preisträgerin 2018.

Moderatorin Katharina Raabe studierte Musik, Philosophie und Musikwissenschaft, arbeitete als Geigenlehrerin, ab 1988 auch als Verlagslektorin. Seit 2000 ist sie im Suhrkamp Verlag tätig,  wo sie sich um die Entdeckung und Durchsetzung osteuropäischer Autorinnen und Autoren sowie Themen im deutschsprachigen Raum kümmert.

Veranstaltungs-Flyer

Veranstaltungsreihe Shared Heritage – gemeinsames Erbe. Kulturelle Interferenzräume im östlichen Europa als Sujet der Gegenwartsliteratur auf der Website des BKGE