Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie | Schalekovi – středoevropská rodina

Quelle: Deutsches Kulturforum Östliches Europa

Die Ausstellung erzählt in fünf Biografien hundert Jahre Geschichte | Výstava o stech letech historie v pěti životech

Mo, 19.10.2020-12.07.2021
Eintritt frei
Barrierefrei    Nein
Mährische Landesbibliothek Brünn – Foyer 4. Etage | Moravská zemská knihovna v Brně – Foyer 4. patro
Kounicova 65a, 601 87 Brno, Tschechische Republik

Die Ausstellung ist wieder geöffnet und kann bis 12. Juli 2021 besucht werden!

Die Wanderausstellung »Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie« erzählt die Geschichte Mitteleuropas im 20. Jahrhundert anhand von fünf Biografien aus der Prager bzw. Wiener deutsch-tschechisch-jüdischen Familie Schalek. Sie besteht aus elf doppelseitig in deutscher und tschechischer Sprache bedruckten Roll-ups sowie einem neunminütigen Begleitfilm.

Die fünf Protagonisten sind:

  • Robert Schalek (1877–1963): Schriftsteller, Vorsitzender Richter im ersten Prozess gegen den Hellseher Hanussen, der danach unter den Nationalsozialisten in Berlin Karriere machte
  • Alice Schalek (1874–1956): einzige k.u.k. Kriegsberichterstatterin im Ersten Weltkrieg und Weltreisende
  • Malva Schalek (1882–1945): Malerin u. a. von Bildern aus dem Ghetto Theresienstadt
  • Lisa Fittko (1909–2005): Fluchthelferin für Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes, u. a. Walter Benjamin;
  • Fritz Schalek (1913–2006): Widerstandskämpfer, Emigrant und Aktivist der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei.

Die Ausstellung stellt neben den fünf Lebensgeschichten auch ihren historischen Hintergrund dar und zeigt so die vielfältigen zerstörten und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wiedererstandenen Verbindungen im Herzen Europas. Kontexttafeln thematisieren u. a. das jüdische Leben in Prag und Wien um die Jahrhundertwende, den Ersten Weltkrieg und die Rolle der Frauen oder die Stellung der Deutschen in der Tschechoslowakei vor und nach der Vertreibung.

Die Ausstellung hat das Ziel, die deutsch-tschechisch-österreichische Geschichte des 20. Jahrhunderts einer breiten Öffentlichkeit in den drei Ländern grenzübergreifend und durch das Prisma der Einzelschicksale auf persönlich ansprechende Weise nahezubringen. Film und Ausstellung sollen junge Besucher/innen dazu animieren, über die Verbindungen ihrer eigenen Familien zur mitteleuropäischen Geschichte nachzudenken. Sie eignen sich so als Anknüpfungspunkt für – ggf. länderübergreifende – Workshops mit Schulen und anderen Bildungsinstitutionen.

Autor der Ausstellung und des Films ist der Publizist Ralf Pasch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Den Film erstellte die preisgekrönte Berliner Produktionsfirma Die Kulturingenieure, mittels 2-D-Animationen von Fotos und Dokumenten.

Die Ausstellung, die in deutscher und tschechischer Sprache realisiert wurde, wandert seit Herbst 2018 durch Deutschland, Tschechien und Österreich.

Öffnungszeiten
Montag und Freitag
9:00 Uhr – 15:00 Uhr

Dienstag, Mittwoch & Donnerstag
12:00 Uhr – 19:00 Uhr

Putovní výstava a krátký dokumentární film, které jsou prezentovány u příležitosti vzniku Československa před sto lety, přibližují středoevropské dějiny 20. století prostřednictvím pěti biografií členů německo-česko-židovské rodiny: Alice Schaleková byla známou a mnohdy zatracovanou zpravodajkou v první světové válce, ale také angažovanou sociální reportérkou. Robert Schalek byl soudcem v procesu s jasnovidcem Hanussenem. Malva Schaleková byla významnou uměleckou svědkyní holocaustu v Terezíně. Její neteř Lisa Fittko působila jako členka odboje, která pomáhala lidem prchajícím před nacismem, mj. literárnímu kritiku a filozofu Walteru Benjaminovi. Fritz Schalek byl také v odboji, po porážce pražského jara se stal z komunisty disidentem a po roce 1989 aktivistou německé menšiny.

Otevírací doba
pondělí a pátek
9:00 hod. – 15:00 hod.

úterý, středa a čtvrtek
12:00 hod. – 19:00 hod.

Ansprechpartnerin | kontakt
Tanja Krombach, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Die Wanderausstellung »Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie« ist ein Projekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Collegium Bohemicum Aussig/Ústí nad Labem, Tschechien, und dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein, München. Gezeigt von der Mährischen Landesbibliothek Brünn | Moravská zemská knihovna v Brně

Ausstellung auf der Website des Kulturforums