Donaureisen. Raumkonstruktionen in transmedialer Perspektive

(Pressetext des IdGL)

Hauptseminar, 5.05. bis 8.05.22 am Deutschen Seminar der Universität Tübingen
in Kooperation mit dem Germanistischen Institut an der Universität Budapest, ELTE (Edit Király), dem Institut für Germanistik an der Universität Novi Sad (Iva Simurdić) und dem IdGL in Tübingen (Olivia Spiridon)

Das Hauptseminar wurde im Rahmen des Projekts „Begegnungen an der Donau. Menschen – Filme – Literaturen“ durchgeführt, das von der BW Stiftung finanziert wird, und war auch als Begegnung und Austausch zwischen Studierenden aus Deutschland, Serbien und Ungarn gedacht. Die Reihe dieser grenzüberschreitenden Veranstaltungen setzt sich im September dieses Jahres an der Universität Novi Sad und im Mai 2023 an der Universität Budapest fort.

Donaureisen und ihre Schilderungen sind immer in spezifischen politischen, ökonomischen oder künstlerischen Kontexten eingebettet und bringen dabei ihre jeweils eigenen Räume hervor. Im Rahmen des Hauptseminars in Blockform wurden sie in einem historischen Bogen seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und in mehreren Medien präsentiert: in Reisetexten, fiktionaler Literatur, Bildern (Mappenwerken, Fotoalben) und in Filmen.
Thematische Schwerpunkte bildeten u.a. Donaureisen als ästhetische Erfahrung (im Vergleich „männlicher“ und „weiblicher“ Perspektiven, wie etwa bei Franz Grillparzer und Ida Pfeiffer), die Reise als Repräsentation (Königinnenfahrten), „Wohnzimmerreisen“ durch Mappenwerke im 19. Jahrhundert (A. Kunike), Reise als Flucht und Migration, Mitteleuropadiskurse als Reise, die Lektüre als Reise durch ein Wörterbuch, Reisen in die Welt der Phantasie, die Auseinandersetzung mit den gewohnten Wahrnehmungsrastern des Flusses in neuen Fotoalben und Filmen. Anhand ausgewählter Beispiele wurden Donaureisen in ihrer transmedialen Wirksamkeit beleuchtet.

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