[CfP:]Das neue Fremde/Eigene: Deutschsprachige literarische Felder und Akteure in Ostmittel- und Südosteuropa im postimperialen Kontext

(Pressetext des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas)

Während imperiale literarische Netzwerke nach dem Ersten Weltkrieg durch Grenzziehungen neu organisiert wurden, war das neue Fremde oft Teil des alten Eigenen, sodass die Positionierung der literarischen Akteure immer wieder auch mit Umzügen in andere Länder verbunden war. Pierre Bourdieus Feld-, Habitus- und Kapitaltheorien eignen sich besonders für die Analyse der literarischen Prozesse, die in der Zwischenkriegszeit die literarischen Felder neu strukturiert haben und ab den 1930er-Jahren oft in eine ideologische Sackgasse führten.

Es können u. a. folgende thematische Schwerpunkte behandelt werden:

  • Kontinuitäten und Brüche in literarischen Netzwerken,
  • literarische Institutionen im Wandel,
  • Positionierungsbestrebungen von Autoren im regionalen, nationalen und internationalen 
  • Kontext,
  • Sprachwechsel von Autoren und Autorinnen wie Robert Reiter oder Alma Karlin,
  • rezeptionsgeschichtliche Untersuchungen,
  • vergleichende Analyse literarischer Periodika,
  • transnational angelegte Untersuchung zu ausgewählten literarischen Topoi wie „Heimat“, 
  • Grenz- und Schwellenräume, Exil,
  • Literaten als politische Akteure.

Bitte senden Sie Ihre Beitragsvorschläge (maximal 300 Wörter) mit kurzen biografischen Angaben und Ihren Kontaktdaten bis zum 30. April 2022 an sondersektion1ggr@gmail.com.
Die Sektion findet im Rahmen des XII. Internationalen Kongresses der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens vom 2.–6. September 2022 an der Ovidius-Universität in Constanța/Konstanza statt. Eine Tagungspublikation mit ausgewählten Beiträgen ist geplant.

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