[CfP]: Zwischen Bollwerk und Brücke? Der habsburgische Südosten Europas – Kultur-Raum-Konzepte seit dem 18. Jahrhundert

(Pressetext der KGKDS)

Geographische Bilder, wie wir sie etwa im Schulunterricht einlernen, aber auch aus der Politik kennen, wenn es etwa um Fragen der Schengen-Grenze oder künftige EU-Erweiterungen geht, prägen unsere Raumvorstellungen. Sie bauen allesamt auf einer Entwicklung auf, die im 18. Jahrhundert massiv ansetzt, als sich sowohl das Zaren- wie auch das Habsburgerreich in der Machtausdehnung ihrer Zentren in diesen südosteuropäischen, vermeintlichen Peripherraum vorschoben. Bislang weitgehend imperial gedachte Räume erhielten spätestens zur Mitte des 19. Jahrhunderts massive Konkurrenz seitens nationalstaatlicher Konzepte. Letztere setzen sich allmählich durch, existieren zunächst jedoch bis zum Ersten Weltkrieg oftmals parallel zueinander, ohne die imperialen Vorstellungen vollständig zu verdrängen. Die Diskussionen rund um das Centenarium 1914/1918 haben deutlich gezeigt, dass Raumkonzeptionen und damit verbundene Vorstellungswelten nach wie vor ein weites Feld an Forschungsdesiderata umfassen. Das erschien der KGKDS Grund genug, die Jahrestagung 2022 auf diesen Themenkomplex auszurichten. Im Zentrum soll dabei die Diskussion von Raumkonzeptionen und -theorien stehen, mit einem Fokus auf Mittel- und Südosteuropa.

Für die Beiträge ist eine max. Länge von 20 Minuten vorgesehen. Wir bitten um ein Abstract im Umgang von bis zu 3.000 Zeichen sowie Vortragstitel und Kurzbiografie per Email an Florian Kührer-Wielach bis zum 1.3.2022. Die Bewerber*innen werden bis 31.3.2022 benachrichtigt. Für Nichtmitglieder der KGKSD kann ggf. ein bedingter Reisekostenzuschuss gewährt werden.

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